Lob & Anerkennung

 

Über ein Lob freut sich jeder.
Auch wenn viele meinen, dass sie nicht gelobt werden müssen,
irgendeine Form der Anerkennung braucht jeder von uns.
Egal, ob man millionenschwer ist oder beruflich und privat noch unerfüllt.

Aber wusstest du, dass man richtig und falsch loben kann?

In diesem Blogbeitrag erzähle ich dir, wie du in Zukunft deine Mitmenschen
besser loben kannst und welche Fehler du beim Loben unbedingt vermeiden solltest!

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Wenn ich Menschen erzähle, dass man falsch loben kann,
dann runzeln die meisten erstmal die Stirn.
Lob ist doch Lob, oder?
Nein! Beim Loben kann man einiges falsch machen.
Dass man auch falsch loben kann, das zeigt eine Studie,
die vor einiger Zeit an Grundschülern durchgeführt wurde.

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Die Grundschüler wurden in 2 Gruppen eingeteilt und jede Gruppe bekam ihr eigenes Lob, nachdem sie eine einfache Aufgabe gemeistert hatten.

Gruppe 1 wurde mit dem Satz
„Du bist ein sehr kluges Kind“ gelobt.
Die Intelligenz der Kinder wurde also betont.
Bei Gruppe 2 hat man nicht die Intelligenz, sondern vielmehr ihren Einsatz in den Vordergrund gerückt mit dem Satz:

„Du hast sehr viel dafür getan.“

Nachdem die Kinder dann dieses Lob bekommen haben,
hat man Ihnen nochmal eine zweite Aufgabe gestellt,
um die Auswirkungen des Lobs zu kontrollieren.
Die zweite Gruppe, also die Gruppe, die für ihren Einsatz gelobt wurde,
hat danach 30% bessere Ergebnisse geliefert.
Die erste Gruppe, also die Gruppe, deren Intelligenz gelobt wurde,
hat sich dagegen sogar um 20% verschlechtert.

 Klingt jetzt vielleicht erstmal nach einem dummen Zufall.

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Das dachten sich anfangs auch die Wissenschaftler, die das Experiment durchgeführt haben.
Und aus diesem Grund wurde der Test auch 5x wiederholt.
Aber jedes Mal dasselbe Ergebnis.

Obwohl also beide Gruppen gelobt wurden,
hatten beide Sätze nicht die gleiche motivierende Wirkung.
Was bedeutet das also im Klartext für dich beim Loben?

Wenn du jemandem ein Lob aussprichst, dann solltest du das Lob
nicht auf die Person oder ihre Intelligenz oder sonstige Eigenschaften projizieren, sondern auf das Handeln oder den Einsatz der Person – also auf ihr Engagement.

Das heißt also für Dich, wenn du deinen Partner/ deine Partnerin
in Zukunft dafür loben möchtest, dass sie oder er den Geschirrspüler ausgeräumt hat,
dann sagst du nicht zu ihm oder ihr: „ Du bist toll!“
sondern „Das ist toll!“ oder„Ich finde das super, dass du das gemacht hast.“

Und wenn so etwas, wie bspw. den Geschirrspüler auszuräumen,
bisher Seltenheitswert hatte, dann gebe ich dir Brief und Siegel,
dass das spätestens nach dem neu formulierten Lob öfters vorkommen wird.
Weil, ein richtig formuliertes Lob stärkt das Selbstvertrauen und
das Selbstwertgefühl des Gelobten.

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Dass man dadurch sein Gegenüber motiviert ist natürlich absolut hilfreich und super, auch weil man dadurch innerhalb einer Beziehung die partnerschaftliche Kommunikation optimiert

und weniger streitet und klarer miteinander reden kann.

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Aber auch beruflich, wenn man beispielsweise in einer Führungsposition ist, kann man so das Betriebsklima stärken und bessere Erfolge
und eine viel größere Zufriedenheit der Mitarbeiter schaffen.

Was aber beim Loben auch von großer Bedeutung ist,
dass es authentisch und glaubwürdig sein muss.

Deswegen ist es beim Loben nicht nur wichtig, den Einsatz einer Person zu honorieren, sondern man muss beim Loben auch eindeutig formulieren, was man so lobenswert fand. Wenn du beispielsweise deinem Mitarbeiter ein Lob für seine getane Arbeit machst,
dann wäre es nicht sonderlich sinnvoll und auch nicht glaubwürdig, wenn du dann sagst:
„Super Ludwig! Klasse Job Thomas! Gut gemacht Jens!“
Sondern sag deinem Gegenüber wirklich, was dich so begeistert und so gefreut hat.

Ein Beispiel gefällig?
„Super Karin, dass du das Projekt so eigenständig und sogar noch 2 Tage
vor der Deadline fertiggestellt hast. Das gibt mir echt das Gefühl, dass ich mich auf dich verlassen kann. Find’ ich super!“

Je genauer dein Lob ist, je konkreter du also ansprichst,
was genau dir aufgefallen ist und gefallen hat,
desto stärker wirkt dein Lob auch.
Was beim Loben auch noch wichtig zu erwähnen ist,
wobei das eigentlich naheliegend ist, dass man zeitnah lobt.
Also nicht erst 3 oder 4 Wochen danach, sondern sofort dann,
wenn dir etwas positiv auffällt.

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Das Schöne am Loben bzw. am richtigen Loben ist,
dass es das Belohnungssystem in unserem Gehirn aktiviert.
Das heißt, Loben schafft ein gutes Gefühl,
aber nicht nur beim Gelobten, sondern auch beim Lobenden.

Wenn du in der Rolle des Gelobten bist, dann darfst du auch ruhig zeigen,
dass es dich freut, gelobt zu werden.
Wenn du dich nämlich klein machst und sowas sagst, wie:
„Ja, das war gar nicht so schwierig.“,
dann nimmst du dir dadurch den vollen Effekt des Lobens
Auch wenn du dich danach für den König der Welt hältst,
nimmst du deinem Gegenüber  das gute Gefühl.
Deswegen sag‘ einfach: „Danke!“ und zeige, dass es dich freut, gelobt zu werden.

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